Kurz gesagt

Für eine vollständige Sperre öffnest du bei aktivierter Bildschirmzeit Einstellungen > Bildschirmzeit > Apps & Websites > App Store > In-App-Käufe und wählst Blockiert. Hat dein Kind ein eigenes Gerät in der Familienfreigabe, ist Kaufanfrage die Alternative: Einzelne Downloads und qualifizierte Käufe werden dann erst nach deiner Genehmigung ausgeführt.

Das brauchst du

Direkte Sperre: Du brauchst Zugriff auf das betreffende iPhone oder iPad; Bildschirmzeit muss aktiviert sein. Kaufanfrage: Die Familienfreigabe muss eingerichtet sein. Das Kind braucht einen eigenen Apple Account in der Familiengruppe; Apple empfiehlt aktuelle Software auf allen Geräten der Gruppe.

In-App-Käufe können in Spielen und Apps kleine Zusatzkosten auslösen: etwa für Spielwährung, Werbefreiheit oder weitere Funktionen. Auf dem iPhone hast du dafür zwei unterschiedliche Werkzeuge. Mit der Sperre verhinderst du In-App-Käufe. Mit Kaufanfrage entscheidest du über einzelne Anfragen eines Kindes. Die richtige Wahl hängt vor allem davon ab, ob das Kind dein Gerät mitbenutzt oder ein eigenes iPhone hat.

Apple ordnet die Einstellung der Bildschirmzeit zu. Sie kann unbeabsichtigte oder nicht autorisierte Käufe im App Store und in weiteren Apple-Diensten verhindern; Voraussetzung ist, dass Bildschirmzeit aktiviert ist. 3

Die passende Einstellung wählen

In-App-Käufe blockieren

Die Sperre ist die klare Lösung, wenn auf diesem iPhone gar keine In-App-Käufe möglich sein sollen. Das passt besonders, wenn ein Kind dein eigenes Gerät gelegentlich nutzt oder wenn du Käufe in einer Spielphase grundsätzlich ausschließen möchtest. Apple weist für ein gemeinsam genutztes Gerät außerdem auf die Möglichkeit hin, für jeden Kauf ein Passwort zu verlangen. 3

Eine Blockierung ist keine Anfrage an dich, die du später bestätigen kannst. Der In-App-Kauf wird in diesem Fall nicht freigegeben.

Kaufanfrage verwenden

Kaufanfrage ist keine Kaufsperre, sondern ein Freigabeprozess innerhalb der Familienfreigabe. Ein Kind mit eigenem Apple Account kann eine App laden oder einen qualifizierten Inhalt kaufen; als Organisator:in oder als Elternteil bzw. erziehungsberechtigte Person erhältst du die Anfrage und genehmigst oder lehnst sie ab. Das umfasst laut Apple auch In-App-Käufe. 4

Die Familienfreigabe ist dabei die Gruppe, in der die beteiligten Apple Accounts organisiert sind. Kaufanfrage ist die darin nutzbare Genehmigungsfunktion. Davon getrennt ist die Kauffreigabe: Nach einer Genehmigung wird ein Artikel dem Apple Account des Kindes hinzugefügt; nur wenn Kauffreigabe aktiv ist und das Kind seine Käufe teilt, wird er laut Apple automatisch mit der Familiengruppe geteilt. 4

Kurz gesagt:

  • Wähle Blockiert, wenn keine In-App-Käufe auf dem Gerät möglich sein sollen.
  • Wähle Kaufanfrage, wenn dein Kind ein eigenes Gerät nutzt und du einzelne Entscheidungen treffen möchtest.
  • Altersfreigaben für Apps und die Steuerung von In-App-Käufen sind getrennte Einstellungen. Apple führt dafür eigene Beschränkungen auf. 5

In-App-Käufe auf dem iPhone blockieren: Schritt für Schritt

Die folgenden Bezeichnungen stammen aus Apples aktueller deutscher Anleitung für iPhone und iPad.

  1. Stelle zuerst sicher, dass Bildschirmzeit aktiviert ist. Apple nennt sie als Voraussetzung für die Kaufsperre. 3
  2. Öffne Einstellungen und tippe auf Bildschirmzeit.
  3. Wähle Apps & Websites und anschließend App Store.
  4. Tippe auf In-App-Käufe.
  5. Wähle Blockiert. 3

Damit ist die Kaufsperre gesetzt. Öffne anschließend dieselbe Einstellung noch einmal und prüfe in Ruhe, ob dort tatsächlich Blockiert steht. So kontrollierst du die Konfiguration, ohne einen Kaufversuch auszulösen.

Kaufanfrage für das eigene iPhone des Kindes einrichten

Kaufanfrage eignet sich, wenn das Kind ein eigenes Gerät hat und du nicht jede App oder jedes Spiel pauschal ausschließen willst. Vorher müssen Familienfreigabe und ein eigener Apple Account des Kindes eingerichtet sein. Apple rät außerdem, die Geräte der Familiengruppe auf aktuelle Software zu bringen, damit die Einstellungen gruppenweit synchronisiert werden. 4

Wenn du Organisator:in der Familienfreigabe oder als Elternteil beziehungsweise erziehungsberechtigte Person hinterlegt bist, gehst du auf deinem eigenen iPhone oder iPad so vor:

  1. Öffne Einstellungen und tippe auf Familie.
  2. Tippe auf den Namen deines Kindes.
  3. Öffne Apps & Websites und danach Beschränkungen.
  4. Tippe auf Kaufanfrage.
  5. Aktiviere Genehmigung für Käufe verlangen. 4

Trifft eine Anfrage ein, öffnest du die Mitteilung, siehst dir den angefragten Artikel an und genehmigst oder lehnst ab. Bei einer Genehmigung verlangt Apple die Anmeldung am Apple Account oder eine Authentifizierung, etwa mit Face ID. Eine abgelehnte Anfrage führt nicht zu Kauf oder Download. 4

Wichtige Ausnahmen bei Kaufanfrage

Kaufanfrage ist hilfreich, aber sie ist kein rückwirkender Kostenfilter. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Fälle, für die Apple keine neue Anfrage sendet:

  • Lädt das Kind einen eigenen bereits gekauften Artikel erneut, erscheint keine Kaufanfrage.
  • Auch bei Updates und beim Einlösen eines Codes fordert Apple keine Genehmigung an.
  • Reagierst du auf eine Anfrage 24 Stunden lang nicht oder verwirfst du sie, muss das Kind die Anfrage erneut stellen. 4

Diese Ausnahmen sind ein guter Anlass, mit dem Kind kurz zu besprechen, was eine Freigabe bedeutet. Es geht nicht darum, jede Spielentscheidung zu kontrollieren, sondern darum, dass Kosten und Downloads nicht nebenbei entstehen.

Eine einfache Familienregel vereinbaren

Die technische Einstellung wird wirksamer, wenn sie verständlich erklärt ist. Du kannst diese Vorlage an eure Situation anpassen:

Bevor du in einem Spiel etwas kaufst oder eine neue App lädst, schickst du eine Anfrage. Wir schauen gemeinsam auf den Namen des Angebots und entscheiden in Ruhe. Eine Ablehnung ist kein Ärger, sondern bedeutet: heute nicht oder wir besprechen es später.

Bei einer vollständigen Sperre reicht eine noch kürzere Erklärung:

Auf diesem iPhone sind In-App-Käufe blockiert. Wenn du etwas im Spiel siehst, das Geld kostet, sprich uns bitte an, statt weiterzuklicken.

Wichtig ist, die Regel nicht mit einer Altersfreigabe zu verwechseln. Die Kaufblockierung regelt Käufe; für altersgerechte Apps gibt es in Bildschirmzeit eigene Inhaltsbeschränkungen. 5

Nach der Einrichtung: drei kurze Kontrollen

  1. Einstellung ansehen: Prüfe bei der Sperre, ob bei „In-App-Käufe“ weiterhin „Blockiert“ angezeigt wird.
  2. Rollen klären: Bei Kaufanfrage sollte klar sein, welche erwachsene Person Anfragen erhält und beantwortet. Apple kann neben dem Organisator auch als Elternteil oder erziehungsberechtigte Person festgelegte Erwachsene einbeziehen. 4
  3. Regel erklären: Sage dem Kind, ob Käufe grundsätzlich blockiert sind oder ob es Anfragen stellen darf. Das verhindert, dass ein technischer Hinweis als Fehler missverstanden wird.

So wird aus einer einzelnen iPhone-Einstellung eine nachvollziehbare Regel: Entweder sind In-App-Käufe auf dem Gerät gesperrt, oder ihr entscheidet bewusst über einzelne Anfragen.

Quellen (3)

  1. In-App-Käufe von Apple in „Bildschirmzeit“ auf deinem iPhone oder iPad deaktivieren(öffnet in neuem Tab)support.apple.com
  2. Mit „Kaufanfrage“ genehmigen, was dein Kind kaufen und laden kann(öffnet in neuem Tab)support.apple.com
  3. Die Kindersicherung einrichten, um das iPhone oder iPad deines Kindes zu verwalten(öffnet in neuem Tab)support.apple.com

Quellen und Prüfhinweise

Redaktion: Redaktion Spielend Digital

Spielend Digital ist mein redaktionelles Projekt für einen verständlichen digitalen Alltag. Ich bereite Themen rund um Familie und Medien, digitale Sicherheit, Gaming, KI und Arbeitswelt so auf, dass du damit etwas anfangen kannst – ohne Fachchinesisch und übertriebene Versprechen. KI unterstützt mich bei Recherche, Struktur und Textentwürfen. Quellen, Grenzen und tatsächlich durchgeführte eigene Tests mache ich transparent. Mein Anspruch: klare Antworten, praktische Anleitungen und hilfreiche Ideen statt digitalem Hype.

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